Von Quark und Turmspitzen

Ein beliebter Kuchen (gern gebacken und gern gegessen) ist der russische Zupfkuchen. Die Namensherkunft ist nach wie vor umstritten. Eine Erläuterung hat Jakob Hein im Netz geteilt, in der es nach einer Rückfrage bei Dr. Oetker heißt:

„Der Name rührt von den dunklen Teigzupfen, die oben auf die Käsemasse aufgesetzt werden. Diese erinnern ungebacken an die Turmspitzen von russischen Kirchen.“

Ist ja auch egal, Hauptsache lecker 😀 Letzten Sonntag habe ich ihn für Freunde gebacken, die gerade Eltern eines kleinen Sohnes wurden und natürlich Wichtigeres zu tun haben, als für Gäste zu backen. Ich habe schon ein paar verschiedene Rezepte dieses Kuchens ausprobiert und das ist das Beste, was ich bisher gefunden habe. Und hat bei Chefkoch ist sogar eine Videoanleitung dabei.

Ich habe ja die Angewohnheit nie die angegebene Menge des Zuckers zu verwenden und reduziere die Zutat nach Lust und Laune um bis zu einem Viertel. Meist nehme verwende ich auch mehr Vanillezucker und ziehe den mehr verwendeten Anteil vom normalen Zucker ab.  Vanillezucker machen wir uns immer selbst mit normalen Zucker und darin liegenden Vanilleschoten.

Ihr braucht für den Teig:
300 g Mehl
180 g Zucker
200 g Butter (kalt)
2 Eier
40 g Kakaopulver (gerne auch etwas mehr)
1 Pkt. Backpulver

Mehl, Backpulver, Zucker und Kakao vermischen und anschließend Butter und Eier dazugeben und gut verkneten. Ich lege den Teig in Folie gepackt nun noch für ein paar Minuten in den Kühlschrank. Ich finde, dann ist er besser zu verarbeiten. In der Zeit kann man sich an die Zubereitung der Füllung machen.

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Für die Füllung benötigt ihr:
70 g Butter (Zimmertemperatur)
150 g Zucker
3 Eier
500 g Quark
200 g süße Sahne
1 Pkt. Vanillezucker
1 Prise Salz

Butter schaumig schlagen und anschließend Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier dazugeben und nochmals aufschlagen. Nun Sahne und Quark hinzugeben und gut verrühren. Wer mag, kann noch etwas mehr Vanille ins Spiel bringen, sei es durch eine ausgekratzte Schote, Vanillepaste oder Vanillepudding.

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Dann kann der Teig aus dem Kühlschrank genommen werden. 3/4 davon für den Teigboden auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und 1/4 für die späteren Zupfen beiseite stellen.  Den ausgerollten Teig in einer gefetteten Springform auslegen und einen schön hohen Rand formen. Ist die Form gut ausgekleidet, die Füllung hineingießen. Nun aus dem restlichen Teig Stücke abzupfen und auf der Masse verteilen. Wer Zupfen nicht mag und/oder Spaß und Muse hat, kann auch diesen Teig ausrollen und mit verschiedensten Ausstechformen tolle Bilder kreieren.

Den Kuchen bei 180°C auf mittlerer Schiene für eine Stunde backen.

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